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Im Frühjahr 2009 hatten die damaligen Außenminister der Bundesrepublik und der Republik Italien die binationale Historikerkommission in der Villa Vigoni mit dem Auftrag eingesetzt, die deutsch-italienischen Erfahrungen im II. Weltkrieg und während der deutschen Besatzung in Italien aufzuarbeiten und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, unter besonderer Berücksichtigung des Schicksals der lange vernachlässigten Gruppe der sogenannten IMI, der italienischen Militärinternierten.

Ziel dieser Initiative sollte nicht nur die Vertiefung der Sachkenntnisse sein, sondern auch der Versuch, getrennte und trennende Erinnerungen und (Vor)Urteile abzubauen - zugunsten eines „geteilten“, gemeinsamen Geschichtsverständnisses in europäischer Perspektive.

Der Abschlußbericht der Deutsch-Italienischen Historikerkommission wurde am 19. Dezember 2012 im Außenministerium in Rom präsentiert; den Rahmen bildete ein Podiumsgespräch mit den damaligen Außenministern Giulio Terzi di Sant’Agata und Guido Westerwelle, dem Generaldirektor des italienischen Außenministeriums, Michele Valensise, und den beiden Präsidenten der Historikerkommission, Professor Mariano Gabriele und Professor Wolfgang Schieder.



Als deutsch-italienische Einrichtung war die Villa Vigoni prädestiniert, der Arbeit der Kommission einen symbolischen Ort zu geben und die Tätigkeit der Wissenschaftler zu begleiten und zu unterstützen. Entsprechend wurde die Villa Vigoni bei der Präsentationsveranstaltung in Rom, an der auch die Generalsekretärin, Frau Professor Immacolata Amodeo, und die wissenschaftliche Referentin, Frau Dr. Christiane Liermann Traniello, teilnahmen, gewürdigt.

So sagte der italienische Außenminister in seiner Ansprache: “Die Bereitschaft des deutsch-italienischen Zentrums Villa Vigoni […], für die Kommission von ihrer Entstehung im März 2009 bis zur Präsentation heute, als Bezugsrahmen zu fungieren, hat die Organisation und Durchführung dieser Aufgabe erheblich erleichtert. Wir danken nicht nur den Präsidenten und den Mitgliedern der Kommission, sondern richten unseren herzlichen Dank auch an die Leitungsgremien und das Team der Villa Vigoni.“

Auf Wunsch der beiden Regierungen und in Absprache mit der deutsch-italienischen Historikerkommission macht die Villa Vigoni im Folgenden eine Reihe von Dokumenten, die die Kommission und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter verfaßt und zusammengestellt haben, für die Öffentlichkeit zugänglich. Es handelt sich jeweils um den Abschlußbericht der Kommission, um einen Führer zu den IMI-Archiven, um eine Präsentation und Anleitung zur Datenbank der nazifaschistischen Verbrechen in Italien (auf italienisch) sowie die Datenbank selbst. 

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Deutsch-Italienische Historiker-kommission